Sprachinterface

Science Fiction zieht ins Wohnzimmer ein. Wir erinnern uns an Star Trek, wie die Besatzung der Enterprise Befehle an den Computer per Sprache übermittelt. Und dieser dann brav per Sprache selbst komplexe Antworten gibt.

Nun zieht ein Vorläufer dieser Technik in unsere Wohnzimmer ein, nachdem der Umweg über unsere PC‘s (Spracherkennung und Diktiersoftware) dann über die Smartphones (Siri, Google, Cortana) genommen wurde, steht in vielen Haushalten nun Alexa von Amazon. Meines Erachtens die erste wirklich funktionierende Lösung.

Amazon hat dabei vieles richtig gemacht, insbesondere die Offenheit des Systems führt zu einem hohen Nutzwert, da viele Dinge mit der richtigen ergänzenden Hardware (z.B. Philips Hue, Logitech Harmony, etc.) und Skills steuerbar sind. Dies führt bei uns Kunden zu einer relativ großen Akzeptanz.

Auf meinem iPhone nutze ich Siri, aber längst nicht so intensiv wie Alexa. Warum? Ganz einfach Siri hat einfach nicht den Nutzen im gleichen Verhältnis wie Alexa, die ich ohne Handy bedienen kann. Auch hat Apple sich gegen die Offenheit entschieden, die dem System eine größere Flexibilität und Nutzen geben würde. Evtl. wird das anders mit dem Apple HomePod, der aber unverhältnismäßig teurer ist, als jede Alexa. Alternativen zu Alexa und zum HomePod sind Google Home und mit Cortana Unterstützung kommt wohl von Harman Kardon ein Lautsprecher.

Google kenne ich nicht. Cortana verrichtet seinen Dienst in meinen Windows Tablets, aber zu mehr als der Abfrage nach dem Wetter nutze ich es nicht.

Trotz allem ist zu erkennen das alle Systeme verschiedene Stärken und Schwächen haben. Amazon und Microsoft wollen ihre Sprachsysteme verknüpfen und ich denke das ist genau das was notwendig ist um ein wirklich gut funktionierendes System zu erschaffen. Am sinnvollsten wäre eine einheitliche Sprachengine unter Open Source Lizenz, damit die Entwicklerbasis breiter wird und der größte Nutzen und Kompatibilität erreicht wird.

Schade das das im Moment von den großen Playern scheinbar nicht gewollt wird. Wahrscheinlich weil noch der Glaube vorherrscht, das Rennen um die führende Sprachengine gewinnen zu können.

Sehr bedauerlich das wird nämlich dazu führen, dass wir noch länger hören werden: „Das habe ich nicht verstanden“ oder „Das weiß ich nicht.“

Denn wenn ich mich richtig erinnere, dann habe ich genau diese Sätze noch nie bei Star Trek gehört. 🙂

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